Bennewitz-Frauengeschichte.de
nadja bennewitz
historikerin m.a.

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Frauengeschichte in den Marken

Le Marche - die Marken
Historische Bildungsreisen für Frauen und Männer in die Sibyllinischen Berge am Fuße des Apennin
























Macht und Intrige - Kult und Magie zwischen Urbino und den Sybillinischen Bergen


Bildungsreise vom 8. - 14. September 2012 für Frauen und Männer
in die Region Marken am Fuße des italienischen Apennin

Infos und Anmeldung bei

Volkshochschule Neustadt a.d.Aisch - Bad Windsheim

Landratsamt
Konrad-Adenauer-Straße 1
91413 Neustadt a.d.Aisch
T. 09161/92-557
F. 09161/92-559

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Kult und Magie – die Bergkette der mystischen Sybilla in den italienischen Marken

Podcast zur Geschichte der Region Marken
von Nadja Bennewitz
(11,5 MB)


Macht und Intrige der Herrscherinnen von Camerino – Kult und Magie in den Sybillinischen Bergen – Eleganz und Glanz der Herzogin von Urbino: Entdecken Sie die Geheimnisse der liebenswerten Region Marken in frauengeschichtlicher Perspektive!


Weibermacht und Bilderpracht!

Kunst, Kultur und Geschichte zwischen Urbino und den sybillinischen Bergen

Frauenbildungsreise vom So, 27. Mai (Anreise) - Sa, 2. Juni 2012 (Abreise)

in die Marken am Fuße des italienischen Apennin

Achtung! Diese Reise ist bereits ausgebucht! Bei Interesse lassen Sie sich bitte für 2013 vormerken!

Infos und Anmeldung bei

FRIdA Frauenreisen

Elke Heinemann & Kirsten Harder

Königstr. 137 a

90762 Fürth

T. 0911-4 33 18 64

F. 0911-4 78 12 55

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in den Marken

Aus dem Programm (Änderungen vorbehalten!):


Charmanter Landesteil in Zentralitalien

Was hierzulande von den Marken bekannt sein dürfte, ist der schmale Küstenstreifen mit seinen zahlreichen Strandbädern entlang der Adriaküste um Ancona – doch jenseits dessen ist dieser vielfältige und charmante Landesteil in Mittelitalien vom Tourismus noch weitgehend unberührt.
„Als hätte der liebe Gott mit dem Schäufelchen nach Lust und Laune Erde verteilt“, so wird in den Reiseführern die sanfte Hügellandschaft geschildert. Ein Großteil der Marken nehmen Olivenhaine, Weinreben, Obstbäume und Getreidefelder ein und auch der Apennin zieht sich durch die bewaldete Landschaft.

 
Kunst und Kulturgeschichte: Das Herzogtum Camerino

Bei dieser Frauenbildungsreise stehen Landschaft und Vergangenheit der märkischen Provinzen Macerata, Ancona und Urbino mit ihrer reichen Kunst- und Kulturgeschichte im Zentrum:
Das Herzogtum Camerino, einst Teil des Kirchenstaates,erreichte um 1500 unter der Signoria des Giulio Cesare da Varano den Höhepunkt seines kulturellen Lebens, weshalb Camerino nicht umsonst als „kleine Hauptstadt der Renaissance“ gehandelt wird. In ihrem Umkreis birgt nahezu jede Dorfkirche bedeutende Kunstwerke der Zeit. Zu diesem kulturellen und intellektuellen Reichtum haben nicht zuletzt die Frauen des Hauses da Varano beigetragen: Giulios Gattin Giovanna aus dem Geschlecht der Malatesta des Herzogtums Rimini ließ das Lustschlösschen Lanciano errichten. Auch Isabella d'Este aus Ferrara ließ sich das Lustwandeln hier gefallen!

Giulios unehelich gezeugte Tochter, die 2010 heilig gesprochene Battista Camilla da Varano traf wohl die autonomste Entscheidung, die einer Frau ihres Standes möglich war: Gegen den Willen ihres Vaters trat sie dem Klarissenorden bei und wurde eine bedeutende humanistische Schriftstellerin. Caterina Cibo, die letzte Vertreterin ihres Herrscherhauses, wusste durch geschickte Familienpolitik die Macht des Hauses zu erweitern und sicherte die weibliche Erbfolge. Auch wurde sie zur maßgeblichen Förderin des ihrerzeit erst im Entstehen begriffenen Kapuzinerordens.

 

Heidnischer Ursprung und Heiliger Werdegang: San Severino

Das benachbarte San Severino trägt heute zwar den Namen eines heiligen Bischofs, doch ist das reizvoll gelegene Städtchen durch die Spuren der heidnischen Göttin Feronia nachweislich vorchristlichen Ursprungs.

Ihre Priesterinnen hatten die Aufgabe, Sklaven in die Freiheit zu entlassen.

Die Hinterlassenschaften der mittelalterlichen Kirche sind in den Marken  beträchtlich:

Die einst sozialrevolutionäre Bewegung um Franz und Klara aus dem benachbarten Assisi färbte ab: Auch hier wurden zahlreiche Klarissenklöster im Sinne Chiara von Assisis gegründet, die sich zu Zentren weiblicher Spiritualität entwickelten.

Besonders hervor sticht die ehemalige Signoria von San Severino durch die exzellenten Malschulen, die hier hervorgingen:

Die Brüder Salimbeni als Begründer der Internationalen Gotik, die zarten Malerein von Lorenzo d'Alessandro und die nahezu modern anmutenden Werke des Renaissancemalers Bernardino di Mariotto - wie malten sie die Frauen und Männer ihrer Zeit, wer finanzierte sie?


Urbino - Höhepunkt der Renaissance

Federico da Montefeltro, aus unehelichen Verhältnissen stammend, hat es weit gebracht. Als berühmtester condottiere, Soldnerführer, seiner Zeit, häufte er Reichtümer und Macht an, womit er sein Herzogtum ausschmückte. Seine zweite Ehefrau Battista Sforza prägte durch ihren Kunstverstand das kulturelle Leben Urbinos, Geburtsort Raffaels und Hort höfischen Lebens:
Das literarische Werk "Il cortigiano", zu deutsch "Der Höfling" von Baldassare Castiglione, ist hier am Renaissancehof entstanden.

Und was machte die Hofdame? Für Castiglione besaßen Frauen dieselben Begabungen wie die Männer - in geistiger wie übrigens auch in kriegerischer Hinsicht sowie bei der Führung eines Staates – was ein kluger Geist!

Höfische Prachtentfaltung und prunkvolle Gemäldegalerien erwarten uns in diesem Märchenschloss.
 

Die Sybillinischen Berge - geheimnisumwoben


Die Legende um die geheimnisvolle Sybillain der gleichnamigen Bergregion zieht noch immer die Menschen in ihren Bann - verführerisch und verhängnisvoll.

Ein Ausflug in 1000 m Höhe nach Montemonacomit einem köstlichen Mittagsimbiss nach marchigianischer Art bringt uns die Sirenenhafte Gestalt in Mythen, Literatur und Bild näher.

 



Langsamer Tourismus und reizvolle Landschaften –
die Marken sind ein Geheimtipp!



Unterkunft im "Gasthaus zum Stachelschwein"

Die „Locanda dell’Istrice“, das Gasthaus zum Stachelschwein, ist ein liebevoll restauriertes altes Steinhaus und liegt auf einem Hügel unterhalb der mächtigen Burg Rocca d’Ajello gegenüber der kleinen „Hauptstadt der Renaissance“ Camerino, einem Universitätsstädtchen.
Die Locanda war einst das Kastellanhausder Burg, die sich noch heute im Besitz der Gräfin befindet (die aber sehr leutselig und freundlich ist).

Übernachtungin fünf 2-Zimmer Appartements sowie in dem Priesterhäuschen unmittelbar neben der Burg (5 Minuten Fußweg von der Locanda an Olivenbäumen und Rosen entlang) mit zwei Doppel- und einem Einzelzimmer.

Zu den Appartements mit Badezimmer gehört jeweils auch eine geräumige Panoramaterrasse.
www.locandadellistrice.it
 

Leistungen

6 Übernachtungen mit Frühstück und mehrgängigen Abendmenüs in der Locanda, 1 x mittägliche Brotzeit mit märkischen Wurstspezialitäten in den Sybillinischen Bergen, Begrüßungsgetränk.

Tägliche Busfahrten (Kleinbus für 9 Personen) zu den Ausflugszielen Camerino und Umgebung, San Severino, Urbino, Fabriano, Sybillinische Berge sowie sämtliche Eintritte in Museen, Pinakotheken und Kirchen mit inhaltlichen Führungen. Alle Gespräche mit Italienerinnen, bspw. mit den Klarissen in Camerino etc., werden ins Deutsche übersetzt.

Mind. Teilnehmerinnenzahl 7 Frauen.
Individuelle An- und Abreise mit  Bahn oder Flugzeug.
 

Preis

Alle weiteren Anfragen bitte an FRIdA Frauenreisen bzw. der Volkshochschule Neustadt/Aisch.

































Literaturtipp - Krimis und Romane in den Marken

 

  • Uli T. Swidler: Toskana für Arme. Liebeserklärung an ein italienisches Dorf, Rowohlt TB 2010
  • Uli T. Swidler: Das Leben ist eine Nudel, Kindler 2010
  • Uli T. Swidler: Der Poliziotto. Kriminalroman, Rowohlt TB 2011
  • Bernhard Jaumann: Die Vipern von Montesecco, Berlin: Aufbau, 2007
  • Bernhard Jaumann: Die Drachen von Montesecco, Berlin: Aufbau, 2007
  • Bernhard Jaumann: Die Augen der Medusa, Berlin: Aufbau 2009